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  HEINZ BUDE - DIE AUSGESCHLOSSENEN. DAS ENDE VOM TRAUM EINER GERECHTEN GESELLSCHAFT 
   
Das Deutsche Institut für Menschenrechte veranstaltete am 9. September 2008 eine Lesung mit dem Soziologen Heinz Bude. Er stellte sein Buch "Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft" vor. Immer mehr Menschen sind vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Betroffen sind ungelernte Aushilfskräfte ebenso wie hoch qualifizierte Wissenschaftler, "verwilderte Jungmänner" wie allein erziehende Mütter. Bude beschreibt in seinem Buch verschiedene Facetten des Ausgeschlossenseins, die in Zukunft immer stärker unsere Gesellschaft prägen werden. ...Sie haben keine oder eine nur schlecht bezahlte Arbeit, ihr Freundeskreis wird immer kleiner, mit ihrer Gesundheit geht es bergab. Immer mehr Menschen sind von den Segnungen des Wohlstands ausgeschlossen und haben keine Hoffning mehr, dass sich daran etwas ändert. Lebensläufe, die man für solide hilt, geraten ins Schlingern, weil Arbeitsplätze, die man sicher glaubte wegbrechen. Die ungelernte Aushilfskraft kann es genau so treffen wie den hochqualifizierten Wissenschaftler. Die Politik nimmt solche Schicksale mittlerweile bewusst in Kauf. Sie hat sich von der Überzeugung verabschiedet, der Staat könne die Folgen wirtschaftlicher Veränderungen mitgestalten - und tatsächlich geht es auf dem Arbeitsmarkt bergauf. Heinz Bude, einer der besten Kenner der deutschen Gesellschaft, entwirft zu ersten Mal ein umfassendes Bild jener zerklüfteten Verhältnisse, die sich schon jetzt abzeichnen und die in Zukunft immer stärker unsere Gesellschaft prägen werden. Jetzt ist es Zeit darüber zu diskutieren, wie wir künftig leben wollen. © a.f. 
   
  Heinz BUDE, geboren 1954 in Wuppertal, 1992 Wissenschftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und seit 1997 dort Leiter des Bereichs "Die Gesellschaft der Bundesrepublik". Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.  
 

 

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Alexander Frick, freier Journalist

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